Bella Bellaria
Jedes Jahr von Juni bis September zieht es Massen von Urlaubern nach Italien. Die Strände an der Adria sind fest in teutonischer Hand. Hier gibt es Sonne und Meer, Wasser und Wellen, Pasta und Pizza – auch am Strand von Bellaria.

Hier brutzele ich – hoffnungslos zwischen Liegen und Sonnenschirmen eingekeilt – unter der italienischen Sonne vor mich hin und begutachte die vorbei schwingenden Bikini-Hinterteile. Nicht schlecht. „Papa, guck nicht so!“ ruft meine 8-jährige Tochter, die in diesem Moment aus dem Wasser kommt. Und während sie sich abtrocknet: „Komm´, lass uns gehen!“ Okay!
Wenig später sitzen wir auf der Terrasse eines Restaurants in Strandnähe. Auch hier wimmelt es nur so von Touristen. Mit einem Lächeln bringt die freundliche Bedienung eine große Pizza Frutti di Mare mit um die 40 Zentimeter Durchmesser. Lecker und genug, um zwei hungrige Mäuler zu stopfen. Von wegen! Claudia verputzt die Pizza alleine. Ich darf nur ein kleines Stück Tintenfisch probieren und bezahlen. „Mille grazie.“ Die schwarzhaarige Kellnerin entschwindet zum Nebentisch. Ich werfe ihr noch einen Blick hinterher. „Papa! Glotz´ nicht schon wieder so!“. Oh je!
Der Mond wirft sein helles Licht auf die schlafende Maus. Durch das geöffnete Fenster klingt Musik aus dem Erdgeschoss. „Brown Girl in the Ring “. Ich schleiche mich auf leisen Sohlen aus dem Zimmer und nach unten. Nach dem zweiten Grappa komme ich an der Hotelbar mit Karola aus Wuppertal ins Gespräch. Plötzlich eine helle Mäusestimme hinter mir: „Aha, hier bist du. Komm schlafen, Papa!“ Noch mal, Oh je! Muss das sein?
Mit „Viel Spaß und passt auf euch auf!“ hatte uns Gattin und Mutter vor zehn Tagen verabschiedet. „Wie war´s?“ fragte sie nach der Rückkehr. „Mama. ich sage dir, echt anstrengend. Ich musste immer auf Papa aufpassen.“ Manchmal können Töchter echt nervig sein.
AUS DEM LEBEN EINES FISCHES… MOMENTE UND MEHR
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