Fisch und COPD

Fische und Menschen brauchen Sauerstoff zum Atmen. Menschen atmen durch ihre Lungen, Fische durch ihre Kiemen. Beide können an Atemnot leiden. Doch was tun, wenn die Luft knapp wird?
Bis zum Tag der Diagnose hatte ich noch nie das Wort „COPD“ gehört. Jetzt weiß ich, dass die Abkürzung COPD für den englischen Begriff „chronic obstructive pulmonary disease“ (Frei übersetzt: „Chronische Lungenkrankheit mit verengten Atemwegen“) steht und eine Krankheit ist, bei der sich die Atemwege entzünden und anhaltend verengen (Obstruktion). Eine Krankheit, die in den meisten Fällen durch Tabakrauch verursacht wird, aber auch durch Luftverschmutzung und Staub entstehen kann.
Sie ist immer mit dabei, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Beim Frühstück und Abendspaziergang, vom Treppensteigen und Einkaufen ganz zu schweigen. Sie nimmt dir den Atem, nervt und lässt dich verzweifeln. Sich an sie zu gewöhnen, fällt schwer. Wie – um alles in der Welt – kann ein Mensch mit einer einer Krankheit leben, die er nicht versteht, die ihn wie aus heiterem Himmel trifft und die er nicht versteht und die ihn nicht mehr loslässt?
Ganz einfach: Der Rheinländer informiert sich und akzeptiert die Erkrankung, nimmt sie als Herausforderung an und lernt damit umzugehen, blickt nach vorne und wird aktiv. Er schreibt eine schöne Geschichte über einen Goldfisch, dem die Luft knapp wird, und erstellt eine Internetseite “Gut leben mit COPD“, die auch andere Betroffene ermutigen soll, aktiv zu werden und zu bleiben – für mehr Lebensqualität und Lebensfreude.
Der Goldfisch und die Schildkröte

Im Rhein lebt ein alter Goldfisch, der plötzlich merkt, dass ihm die Luft knapp wird. Seine Kiemen fühlen sich eng an und er kann nicht mehr richtig atmen. Er fragt eine uralte befreundete Schildkröte um Rat. Diese hört ihn an und sagt sanft: „Mein Lieber, du hast Wasser in deinen Kiemen, deshalb hast du Atemnot. Da kann ich helfen.“
Die Schildkröte bringt den Goldfisch zu einer ruhigen Stelle im Rhein und lehrt ihn, wie er langsam und tief atmen kann. Sie zeigt ihm auch Übungen, um das Wasser aus seinen Kiemen zu entfernen. Mit jeder Atemübung fühlt der Fisch, wie das Wasser langsam verschwindet und seine Atmung wieder leichter wird.
Nach einiger Zeit kann er wieder frei atmen und schwimmen, ohne sich müde oder erschöpft zu fühlen. Von nun an erinnert sich der Goldfisch immer daran, richtig tief zu atmen und regelmäßig Pausen einzulegen, um bewusst frische Luft zu holen – für seine Gesundheit und sein Wohlgefühl.
PS: Und jetzt trainiere ich zuhause für die „Tour de France“


AUS DEM LEBEN EINES FISCHES… MOMENTE UND MEHR
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