Fisch und COPD

Fische und Menschen brauchen Sauerstoff zum Atmen. Menschen atmen durch ihre Lungen, Fische durch ihre Kiemen. Beide können an Atemnot leiden. Doch was tun, wenn die Luft knapp wird?
Bis zum Tag der Diagnose hatte ich noch nie das Wort „COPD“ gehört. Jetzt weiß ich, dass die Abkürzung COPD für den englischen Begriff „chronic obstructive pulmonary disease“ (Frei übersetzt: „Chronische Lungenkrankheit mit verengten Atemwegen“) steht und eine Krankheit ist, bei der sich die Atemwege entzünden und anhaltend verengen (Obstruktion). Eine Krankheit, die in den meisten Fällen durch Tabakrauch verursacht wird, aber auch durch Luftverschmutzung und Staub entstehen kann.
Sie ist immer mit dabei, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Beim Frühstück und Abendspaziergang, vom Treppensteigen und Einkaufen ganz zu schweigen. Sie nimmt dir den Atem, nervt und lässt dich verzweifeln. Sich an sie zu gewöhnen, fällt schwer. Wie – um alles in der Welt – kann ein Mensch mit einer einer Krankheit leben, die er nicht versteht, die ihn wie aus heiterem Himmel trifft und die er nicht versteht und die ihn nicht mehr loslässt?
Ganz einfach: Der Rheinländer informiert sich und akzeptiert die Erkrankung, nimmt sie als Herausforderung an und lernt damit umzugehen. Er erstellt eine Internetseite “Leben mit COPD“. Er schafft sich ein Heimtrainer-Fahrrad an und er schreibt ein Lied über einen Aal, dem die Luft knapp wird, und eine schlaue Kröte, die ihm hilft.

AUS DEM LEBEN EINES FISCHES… MOMENTE UND MEHR
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