Heute ist es endlich so weit! Fast pünktlich zu ihrer 10-jährigen Beziehung geben sich Franzi und Mini das Ja-Wort . Nicht im kleinsten Kreis der Familie. Nicht im engen Raum einer Kirche, sondern inmitten herrlich weiter Natur.

Neben Oma und Opa, Nichten und Neffen, jungen und alten Freunden, Kolleginnen und Kollegen bin ich einer der rund 100 Gäste, die der Einladung meines Sohn und seiner Auserwählten an diesem 31. Mai in den schönen Westerwald gefolgt sind.

Die Location für ihre Hochzeit haben die beiden sich selbst ausgesucht. Und ich erlebe hier zum ersten Mal in meinem Leben etwas gaz Neues – eine freie Trauung. Wegen des einsetzenden Regens nicht wie geplant unter freiem Himmel auf der Wiese, sondern unter dem Dach einer mit viel Liebe in ein kleines Hochzeitsparadies verwandelten urigen Scheune.

„Bitte Platz nehmen!“ Ich folge der Aufforderung der engagierten Hochzeitsrednerin und lehne mich entspannt zurück. Was folgt, ist eine Reise durch die Liebesgeschichte von Franzi und Rolf, die dann endlich in ihrem Ja zueinander den Höhepunkt erreicht. Diese Rede und die darauf folgenden Zeremonien werden jedem in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel die Momente, in denen Braut und Bräutigam den Raum betreten oder wenn die Ringe durch die Reihen wandern. Aber auch jene Momente, an denen begeistert geklatscht, laut gelacht oder leise geweint wird.

Ich spüre, wie mein Herz hüpft. Ich erinnere mich an den kleinen Jungen mit dem verschmitzten Lächeln, der trotz meiner Trennung von seiner Mutter immer zu mir gehalten hat. Jetzt steht dieser Junge als erwachsener Mannn mit Frau und Mutter im Arm neben mir – über alle vier Backen strahlend und offensichtlich sehr glücklich.

Ein Tag der Emotionen und Glücks. Und sollte ich selbst noch einmal heiraten, so weiß ich heute: Es wir eine freie Trauung sein – ob auf einer Wiese am Rhein, in einem Schloss oder in einer Scheune.

Die Scheunenhochzeit

AUS DEM LEBEN EINES FISCHES… MOMENTE UND MEHR